Ziemlich doof ... diese vielen CKW-Inserate mit ihrer Leuchtreklame als Firmenlogo auf dem Bürogebäude. Ein Stromhändler, der Strom sparen will? Wenn ein Autohändler inserieren würde, dass er weniger Autos verkaufen möchte, weil sich so CO-2 einsparen lässt ... würden Sie das seriös nehmen?
Die vielen, blaugefärbten, halbseitigen CKW-Inserate, die neuerdings die Luzerner Medien überspülen, haben natürlich eine versteckte Botschaft und dienen nicht nur der Werbung in eigener Sache! Es gab schon in Europa und anderswo Restriktionen der Pressefreiheit, weil Regierungen die örtliche Presse mit einem grossen Inseratenvolumen für sich vereinnahmten, ja sogar direkt gefügig machten! Die CKW ist zwar keine Regierung, aber eine privat-wirtschaftlich geführte Tochter der Axpo ist sie allemal und sie ist geschickt vernetzt! Heinz Karrer, CEO der Axpo, war jahrenlang im Verwaltungsrat der Neue-Luzerner-Zeitung. Momentan sitzt der Finanzchef der NZZ/FPH (Luzerner Zeitungsgruppe, Tele1) im Verwaltungsrat der CKW. Das alles ist zwar legitim ... nagt jedoch an der Glaubwürdigkeit der Axpo/CKW-Geschäftsleitung und könnte die journalistische Unabhängigkeit unserer regionalen Presse schwächen. In der November/Dezember-Session des Luzerner Kantonsrates wird die Volksinitiative „für tiefere Strompreise und sichere Arbeitsplätze" nun endlich behandelt. Wir erwarten, dass trotz „CKW-Stromspar-Inseratenvolumen" eine faire, ausgewogene Berichterstattung über die kommende Volksabstimmung, nicht behindert wird!
Mac Wijnands-Lang
Vize-Präsident Energie Emmen









