Mehr als zwei Jahre hat man die Abstimmung verzögert, bis der Kantonsrat unsere Initiative endlich behandelt hat. Es ist enttäuschend feststellen zu müssen, dass der Kantonsrat die Bezahlung der Konzessionsabgaben in Form von indirekten Steuern für die Gemeinden wichtiger einschätzt als die Sicherung der Arbeitsplätze durch günstige Strompreise! Die Deindustrialisierung im Kanton Luzern droht! Die Eigenständigkeit einer Luzerner Stromversorgung anstelle der heutigen monopolisierten Versorgung wird nicht wahrgenommen. Somit werden Eigenverantwortung, Abhängigkeit und Nachhaltigkeit in Zukunft weiterhin delegiert und durchgeschoben.
Auch ein zukunftsgerechtes, unabhängiges Glasfasernetz für den Kanton Luzern wird nicht als Standortvorteil erkannt. Die faktischen Einsparungen für den Bürger werden nicht gesehen. Auch wird ein Atomausstieg ohne Vernetzung der dezentralen Stromproduktion nicht zu bewältigen sein. Regierungs- und Kantonsrat des Kantons Luzern scheinen sich da aber auf private und gewinnorientierte Anbieter verlassen zu wollen, mit entsprechend hohen Kosten für die Luzerner Bürger.
Die Initianten der Volksinitiative IGEL „Für tiefere Strompreise und sichere Arbeitsplätze" hoffen, dass der Stimmbürger mittels Stimmzettel mit einem Ja die Chance nunmehr wahrnimmt und dem Regierungsrat einen entsprechenden Anstoss erteilt für eine bürgerfreundliche, zeitgemässe, standortgerechte Strom- und Glasfaserversorgung zu sorgen!









